8. Braker Einladungs-Nachtturnier am 13./14.06.2026
Da das Nachtturnier sich mittlerweile bereits beliebter Tradition erfreut, war die Bereitschaft der Veranstalter groß, das Ganze weiter fortzuführen. Somit nahm unter der Federführung von Marisa Soeken, Patrick Soeken, Thorge Steudten und Fabian Ostendorf-Walter wieder ein starkes Helferteam aus dem Festausschuss die Organisation in die Hand. Durch eine gute Planung lief der Ablauf des Turniers erneut reibungslos, in diesem Jahr auch ohne Hitze- oder Drucker-Probleme.
Im Jubiläumsjahr zum 50. Geburtstag des Vereins entstand die Idee, das Turnier auf 10 Teams zu erweitern, da es weit mehr Anmeldungen als die bisherigen acht Turnierplätze gab. Die Turnierlizenz haben mittlerweile fast alle Spieler:innen, sodass die Anmeldehürde nicht mehr so hoch wie im Vorjahr war. Insgesamt spielten somit zehn Mannschaften mit insgesamt 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – absolut neue Rekordanzahl. Um das Ganze trotzdem in der kleinen Halle mit nur acht Tischen abbilden zu können, wurde das Spielsystem verkürzt, sodass die einzelnen Spiele zeitlich kürzer wurden. Das Ziel: Kürzere, dafür mehr Spiele, dazu eine kleine Pause pro Team und insgesamt die gleiche Gesamtspieldauer.
Die Teams waren in diesem Jahr oftmals bunt aus mehreren Vereinen gemischt. Fast die Hälfte aller Spieler spielte erstmalig beim Nachtturnier. Insgesamt kamen Spieler:innen aus mehr als 10 verschiedenen Landkreisen im Umkreis von Ostfriesland bis Bremen. Erfreulicherweise war es auch kein reines Männerturnier, denn für die Hälfte der Teams waren auch Damen am Start (insgesamt sieben).
Nachdem alle Turnierteilnehmer und Gäste von der ersten Vorsitzenden Anne Gollenstede pünktlich um 19.00 Uhr begrüßt worden waren, erklärte der Turnierleiter Fabian Ostendorf-Walter den Spielmodus. Zunächst kämpften die zehn Teams (mindestens drei, maximal sechs Spieler) in zwei Gruppen um den Gruppensieg. Die jeweils beiden erstplatzierten Teams erreichten das Halbfinale. Die Teams auf Platz zwei und drei spielten in Play-Offs die weiteren Halbfinalisten aus. Deren Sieger zogen ins Endspiel ein, die Verlierer spielten um Platz 3. Die anderen Mannschaften spielten in Platzierungsspielen die hinteren Plätze aus.
Allein schon an den Team-Namen konnte man ablesen, dass zwar jeder mit dem notwendigen sportlichen Ehrgeiz angereist war, der Spaß aber auch nicht zu kurz kommen sollte. So spielten die River Fighter, die Querschläger, die Torpedo Topspinners 1976, die Beerpong Elite, das Team „Spinlos glücklich“, das Team „40mm Augenringe“, die Hässliche Vögel(n), das Team „Wir Orcas, ihr Fische“, die Lokomotive Rodenkirchen und „Die drei Ofenkartoffeln & die Frühlingsrolle“ gegeneinander.
Das Besondere an diesem Wettkampf ist, dass vor jedem Spiel die QTTR-Werte der beiden Spieler verglichen werden und der schwächere Spieler - je nach Differenz - in jedem Satz zwischen zwei und sieben Punkte Vorsprung bekommt. Dadurch hatten auch die höherklassigen Spieler keine "leichten" Spiele, es war fast immer knapp und entsprechend spannend.
Dies zeigte auch der Turnierverlauf, in dem 9 von 20 Gruppenspielen, bei denen alle acht Spiele komplett ausgespielt wurden, 3:5 oder 4:4 ausgingen. In Gruppe A konnte sich das neue Nachtturnier-Team aus Ofenerdiek „Die drei Ofenkartoffeln & die Frühlingsrolle“ mit sieben Punkten dank des besseren Spielverhältnisses vor dem punktgleichen Oldenbroker Team „40mm Augenringe“ durchsetzen. Dritter wurde die Beerpong Elite. Auch in der Gruppe B gab es kein Team, das alle Spiele gewinnen konnte. Hier setzte sich das Team „Spinlos glücklich“ aus Oldenburger Spieler:innen auf Platz 1 mit sieben Punkten durch und ging direkt ins Halbfinale. Platz 2 ging an „Wir Orcas, ihr Fische“ und Platz 3 mit nur vier Punkten an die River Fighter aus Lemwerder. Nach der Vorrunde war also klar, dass es wieder keinen Titelgewinn für ein Braker Heimteam geben würde.
In den Play-Offs zum Halbfinaleinzug gab es dann eine große Überraschung. Das Team der River Fighter konnte sich mit 5:3 gegen das Team „40mm Augenringe“ durchsetzen. Für unsere Freunde aus Lemwerder war es bei der dritten Teilnahme der erste Halbfinaleinzug, der ordentlich gefeiert wurde. Im zweiten Play-Off-Spiel konnte sich das Team „Wir Orcas, ihr Fische“ im Enddoppel (wird bei 4:4 gespielt in der KO-Runde) mit 5:4 gegen die Vorjahressieger der Beerpong-Elite aus Loxstedt durchsetzen.
In den Halbfinals siegten die jeweils Gruppenersten dann gegen die Play-Off-Sieger. Ihre viel diskutierte Extra-Pause als Gruppensieger gab ihnen dann wohl weitere Energie aus der Cafeteria, während die anderen ein Spiel extra absolvieren mussten. Die River Fighter kämpften vergeblich und verpassten knapp im Enddoppel das Finale:
Die 3 Ofenkartoffeln & die Frühlingsrolle (Ofenerdiek) – Wir Orcas, ihr Fische (Orcas OL) 5:1
Spinlos glücklich (Oldenburg) – River Fighter (Lemwerder-Warfleth) 5:4
Auch im Spiel um Platz 3 agierten die River Fighter wieder glücklos und verloren wieder im Enddoppel mit 4:5 gegen „Wir Orcas, ihr Fische“.
Im Finale kam es zum Spiel zweier neuer Nachtturnier-Teams. Lediglich je einer pro Team war bereits schon mal dabei. Beim Team „Die 3 Ofenkartoffeln & die Frühlingsrolle“ agierte der Ex-Braker und Ex-Torpedo-Spieler Habbo Janßen als Kapitän. Mit seinen drei Teamkollegen aus Ofenerdiek spielte er ein starkes Turnier. Im Team „Spinlos glücklich“ spielte Nathalie Jokisch als Kapitänin mit. Sie war im Vorjahr mit einem anderen gemischten Oldenburger Team bereits ebenfalls im Finale gewesen. Das Finale ergab zur mittlerweile wieder frühen Uhrzeit von fast halb vier Uhr spannende Ballwechsel auf hohem Niveau. Das Eingangsdoppel gewannen die Ofenerdieker, die drei ersten Einzel gingen jedoch alle an Nathalie, Julia Tjarks und Lynn Liebert vom Team „Spinlos glücklich“. Beim Stand von 1:3 lieferte das zweite Ofenerdieker Doppel, Habbo Janßen und Julian Gautzsch aber wieder ab und schaffte den Anschluss. Es folgte die zweite Einzelrunde und dieses Mal schlugen die Ofenkartoffeln Julian, Christian Kramer und Sebastian Au zurück. Sie konnten alle drei Einzel gewinnen und somit das Finale mit 5:3 für sich entscheiden. Zum Sonnenaufgang um 06:00 Uhr stand somit der neue Titelträger fest. Der Wanderpokal geht dieses Jahr nach Ofenerdiek an das Team mit dem wohl bisher längsten Namen in der Nachtturnier-Historie: „Die drei Ofenkartoffeln & die Frühlingsrolle“!
Aber der Sinn des Turniers war natürlich nicht nur, sportlich erfolgreich zu sein - es sollte auch gesellig zugehen. Und daran hatte der Festausschuss als eingespieltes Team einen großen Anteil. Egal ob Salate, Gegrilltes, Frikadellen, Kuchen und Getränke - es war alles in großer Auswahl zu bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an unsere Cafeteria-Helferinnen Steffi, Jenny, Daniela und Tessa!
Zusammenfassend war es wiederum eine "runde" Veranstaltung. Es gab spannende Spiele und das Turnier hat allen viel Spaß gemacht.
Ewige Nachtturnier-Siegerliste:
2016: ATR -Die Unbezwingbaren (AT Rodenkirchen)
2017: Die Otter (TSV Otterndorf)
2018: Bärenstarke Oldenbroker (Oldenbroker TV)
2019: Die Querschläger (TTV Brake)
2023: VfB Piranhas (VfB Oldenburg)
2024: VfB Piranhas (VfB Oldenburg)
2025: Die Beerpong Elite (Loxstedt, Geestemünde, Büttel-Neuenlande)
2026: Die drei Ofenkartoffeln & die Frühlingsrolle (Ofenerdiek)
(Fabian Ostendorf-Walter)